Bei dieser modernen Neubauvilla in Hessen wurde das Schwimmbad mit gekonnten architektonischen Mitteln ins Gebäude integriert. Das Wasser ist nicht nur vom Eingangsbereich aus ein dominanter Blickfang . Durch raffinierte Sichtachsen bieten sich zudem interessante Ein- und Durchblicke innerhalb des Hauses und von drinnen nach draußen.
Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Gebäude. Sie befinden sich ineinem großen Eingangsbereich mit klarer, minimalistischer Formgebung – und Sie sehen direkt vor sich eine große Glasscheibe, hinter der sich die türkis schimmernde Wasserfläche eines Pools erkennen lässt. Ein beeindruckendes Erlebnis, bei dem man klar erkennen kann: Hier wurde das private Hallenbad bewusst als architektonisches Gestaltungs-mittel ins Bauwerk eingebunden. Mehr noch: es ist zum Mittelpunkt des 600-Quadratmeter-Hauses geworden, in dem sich die Baufamilie – ein Ehepaar mit zwei Kindern – wohlfühlen kann.
Nach dem Willen der Bauherren sollte der gesamte Neubau unter ein Motto gestellt werden: „Villa Aqua“ (Wasservilla). Dazu erklärt Heiko Zeu-ner vom Schwimmbadbau-Fachunternehmen MLZ: „Das Schwimmbad sollte zentraler Mittelpunkt des Wohnhauses werden. Dieser Eindruck sollte sofort erkennbar sein. Eine moderne, offene, puristische und trans-parente Architektur war für das gesamte Gebäude gewünscht.“
Das Gefühl, in die Natur zu schwimmen
In Zusammenarbeit mit den Architekten und Ingenieuren von Plan-Team DKK wurde dieser Wunsch konsequent in die Praxis umgesetzt. Denn so klar und durchsichtig wie das Wasser ist nun auch die Formgebung des Hauses. Es gibt viele freie und offene Flächen. Das Spiel mit den Sichtach-sen erlaubt immer wieder neue und interessante Ein- und Durchblicke, so zum Beispiel vom Wohnbereich in die Schwimmhalle und umgekehrt. Zeuner: „Die Beziehung von innen nach außen in die Natur war ebenfalls wesentlich. Der Schwimmbereich ragt ein Stück weit mit einem verglas-ten Vorsatz aus dem Gebäude heraus. Durch dieses Vorziehen und durch die leichte Hanglage gewinnt man den Eindruck, als könne man ein Stück weit in die Natur hinausschwimmen.“
Rund ein Jahr dauerte die Bauzeit. Dabei war die Firma MLZ nicht allein mit den schwimmbadtechnischen Aspekten beschäftigt. Als Energie-dienstleister kümmerten sie sich auch um Haus- und Energietechnik. Das brachte positive Synergieeffekte. Denn die Energieerzeuger sowie die Lüftungsanlagen in Haus und Schwimmbad sind miteinander zu einem einheitlichen System verknüpft. Die ganze Anlage läuft automatisch. Ihre intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die einzelnen Komponenten je nach Bedarf mit Strom und Wärme versorgt und so immer in einem op-timalen, energieeffizienten Zustand gehalten werden.
Die Schwimmhalle hat eine Fläche von rund 75 Quadratmetern. Das Dach ihres Außenteils kann als Terrasse genutzt werden, über dem ande-ren Teil sind Wohnräume. Die Technik befindet sich im Untergeschoss. Eine große Glasscheibe separiert das Schwimmbadklima vom übrigen Wohnbereich. Da die Bauherrin Allergikerin ist, entschied man sich für eine leistungsstarke Lüftung im ganzen Gebäude, die nicht nur Pollen und Feinstaub fernhält, sondern im Sommer angenehm kühlt.
Die Gestaltung der Schwimmhalle hat den gleichen minimalistischen Stil wie der Rest des Hauses. Als Bodenbelag wählte man helles Feinstein-zeug. Einzig eine beleuchtete Wand mit lederartiger, goldfarbener Ober-fläche setzt optische Akzente. Große Glasflächen lassen viel Licht in die Räume. Zeuner: „Wenn Sonnenstrahlen durch die Fenster scheinen, ent-steht in der Halle ein regelrechtes Karibik-Feeling.“