Die Bauherren hatten ihr Haus vor ein paar Jahren umgebaut. Nun wünschten sie sich eine stilvolle Erweiterung mit Pool, Whirlpool und Poolhaus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Eine Familie mit zwei Kindern bewohnt dieses attraktive Haus, das in einer mittelgroßen Stadt im Süden Deutschlands liegt. Es war vor ein paar Jahren umgebaut worden. Doch noch war das Wohngefühl nicht so, wie die Bauherren es sich vorgestellt hatten. So reifte in ihnen der Wunsch, das Gebäude zu erweitern: mit einem Wellness bereich samt Ruhezone, einer großzügigen Terrasse mit Whirlpool, einem Schwimm-becken und einem Poolhaus. Die Hausbesitzer wünschten sich eine klare geometrische Formensprache, die zum besonderen Stil des Hauses pas-sen sollte. Das bestehende Gebäude und die Erweiterungsbauten mit Pool und Terrasse sollten zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen und gleichzeitig eine Ausstrahlung mit dem „gewissen Etwas“ haben.
Eine anspruchsvolle Aufgabe. Doch sie wurde von dem Architekten Jörg Schust in Zusammenarbeit mit den Schwimmbadprofis der MLZ Haus-technik GmbH hervorragend gelöst. Die Begeisterung der Bauherrschaft war letztlich Beweis genug für die gelungene Umsetzung der Kunden-wünsche.
Bei dem Schwimmbecken handelt es sich wirklich um etwas ganz Besonderes: ein Pool, welcher die gestalterische Handschrift und das reduzierte Design des gesamten Ensembles in idealer Weise widerspiegelt. Im beratenden Kundengespräch mit Heiko Zeuner von der MLZ AG war die Idee entstanden, einen Sichtbeton-Pool erstellen zu lassen. Das Ergebnis dieser kreativen Arbeit ist ein Pool, den man nicht alle Tage sieht: Das Becken ist ein monolithischer Block aus geschliffenem, dunkel eingefärbtem Beton. Durch die so erzeugten Kieselanschnitte mit ihrer polierten Oberfläche entsteht zusammen mit den Sonnenstrahlen, die im Wasser funkeln, eine einmalige Optik: Reflexionen treffen auf helle und dunkle Oberflächen und erzeugen ein lebendiges Lichtspiel. Man hat das Gefühl, in einen klaren Bergsee zu blicken. Sehr effektvoll ist der Hell-Dunkel-Kontrast zwischen den hellen Natursteinplatten und der dunklen Oberfläche des Beckens. So entsteht der Eindruck, dass der Pool aus dem Material der Terrasse herausgeschnitten sei. Die Infinityrinne mit Kaskade schafft beim Schwimmen das Gefühl von Freiheit und Weite und es wird ein fließender Übergang zum Garten geschaffen.
Die beiden Längswände des Beckens bestehen jeweils aus einem ganzen Teil. Sie wurden vor Ort mit den Stirnwänden zusammengesetzt. Der Poolboden wurde anschließend mit der gleichen Betonmischung der Fertigteile gegossen und dann fein geschliffen. So sieht alles aus, als wäre es aus einem Guss. Das Fazit von Heiko Zeuner: „Am meisten gefällt mir an dem Projekt, dass der Pool mit seinem Wellnessbereich und Poolhaus sich hervorragend in die vorhandene Architektur eingliedert – eine puristische, reduzierte und gradlinige Architektur, die dem Wasser und dem dazugehörigen Bergsee-Charakter viel Raum lässt. Gut finde ich natürlich auch, dass wir es geschafft haben, ein so großes Sichtbetonbecken „fast an einem Stück“ herzustellen – sozusagen fast fugenlos.“
Fotos: Yvonne & Sebastian Fehlings - Text: Ruth Mayr