7-8 | 2019  •  spa & home 7-8 | 2019 Veröffentlichung

BERGSEE.FEELING

Der Architektur des Wohnhauses angepasst wurde die Poolanlage ganz aus Sichtbeton erstellt. Eine besondere Oberflächenbehandlung lässt das Wasser im Sonnenlicht wie ein Bergsee glitzern.

Ein erster Kontakt kam auf der interbad-Messe in Stuttgart zustande. Der Bauherr plante die Sanierung seines bestehenden Hauses und Erweiterung des Wohnbereichs zur Terrasse hin, in die auch ein Pool integriert werden sollte. Er war auf den Messestand von MLZ Pools & Wellness gekommen und informierte sich über die verschiedenen Schwimmbecken, über Ausstattung und Technik. Ein Besichtigungstermin vor Ort brachte dann weitere Klarheit: „Die Vorstellung des Bauherrn war“, so Heiko Zeuner von MLZ, „ ein Schwimmbecken aus Sichtbeton in die neue Terrasse zu integrieren, das optisch dem Architekturstil des Wohnhauses angepasst sein würde.“ Die von MLZ, in Zusammenarbeit mit dem Architekten Jörg Schust, geplante Poolanlage gliedert sich an das Wohnhaus an und wird auf den beiden Schmalseiten von der Terrasse umschlossen. Zwei neue Wohnbereiche wurden außerdem ans Haus angebaut: zum einen eine kleine Wellnessanlage mit Whirlpool und Sauna sowie ein Ruheraum auf der anderen Seite.

„Das Besondere an diesem Pool sind zwei Punkte“,

erläutert Heiko Zeuner: „Zum einen sind die Beckenwände, also auch die 12,50 m langen Seitenwände, jeweils nur aus einem einzigen Betonelement gefer-tigt. Es gibt keine Nähte oder Fugen, welche die Optik stören können. Zum anderen wurde der Boden aufwändig geschliffen, so dass die Kieselsteine oben herausschauen und je nach Lichteinfall interessante Reflexionen im Wasser erzeugen.“ Durch den dunkel eingefärbten Beton bekommt der Pool die Anmutung eines Bergsees, dessen Wasser im Sonnenlicht glitzert. Von der Haptik her, so Heiko Zeuner, fühlt sich die Ober- fläche dank des Schliffs nicht nach Beton an, sondern ist fast so weich wie Samt. „Bei Sichtbetonbecken ist der Planungsaufwand natürlich deutlich höher als bei Fertigbecken“, betont Heiko Zeuner, „da den Mitarbeitern des Betonwerks die Integration von Einbauteilen und Wanddurchführungen nicht vertraut ist. Deshalb muss immer jemand aus unserem Team dabei sein, wenn die Wandelemente betoniert werden.“ Die großen und schweren, 20 cm dicken Be- tonplatten wurden im Werk vorgerüstet und dann per Tieflader zur Baustelle transportiert. Ein großer Kran hob sie dann in die vor- bereitete Baustelle, wo sie nahtlos miteinander verbunden wurden. Ein weiteres optisches Highlight dieses Beckens ist natürlich die Infinity-Rinne. Über den Beckenkopf fließt das Wasser in die tiefer liegende Rinne, die extra breit ausgeführt ist, um das überlaufende Wasser aufnehmen zu können. Von dort fließt es dann weiter in den Schwallwasserbehälter im Technikraum. Auch dieses Wand- element mit ausgebildeter Rinne, die millimetergenau ausgerich- tet sein musste, um einen exakten Überlauf des Wassers zu be-kommen, ist über die volle Länge von 12,50 m aus nur einem Betonelement gebaut.

Im Einstiegsbereich neben der Treppe wurde in das Schwimmbecken ein 2,50 m breites Podest integriert, das als Ruhe- und Relaxbereich nach dem Baden genutzt werden kann. Eine Wand grenzt das Podest von der 10 m langen Schwimmfläche ab. Diese Lösung wurde geschaffen, damit die Bauherrn an der Wand optimal wenden und sich wieder abstoßen können, zum anderen konnte so die Ospa-Gegenstromanlage „PowerSwim 3.0“ gut in die Wand integriert werden. Zur weiteren Beckenausstattung gehören eine Rollladen-Abdeckung und Wibre-LED-RGB-Unterwasserscheinwer- fer. Unmittelbar an der Terrasse angrenzend, aber eine Etage tiefer im Untergeschoss des Wohnhauses, ist die Ospa-Schwimm-badtechnik eingebaut. Zur Ausstattung gehört das volle Ospa-Programm für gehobene Privatschwimmbäder mit Filteranlage EcoClean, Desinfektionsanlage BlueClear, Dosiertechnik für pH-Heben und -Senken sowie Schwallwasserbehälter und Schaltschrank. Am Display der Poolsteuerung Ospa-PoolControl kann der Bauherr seine Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren, aber auch die Attraktionen und die Beleuchtung bedienen. Auch der in der Terrasse eingelassene Whirlpool ist an die Ospa-Technik angeschlossen.

MLZ lässt seine Whirlpools unter eigenem Namen fertigen und entsprechend dem Kundenauftrag konfigurieren. Über einen Wasserkreislauf werden beide Becken mit aufbereitetem Schwimmbadwasser versorgt. Über die Ospa-Schwimmbad-Whirlpool-Kombination kann der Bauherr den Whirlpool-Kreislauf abtrennen, das Wasser auf 37° Celsius hochheizen und dann den Whirlpool nut-zen. Nach Beendigung des Bades öffnet sich der kleine Kreislauf wieder, und das Wasser strömt in den Pool zurück. Am Display der Poolsteuerung kann der Bauherr leicht die Vorrangschaltung einstellen. Dieses System spart Anlagentechnik und damit auch Energie. Last but not least gehört eine Sauna zur Ausstattung, die der Bauherr von einem örtlichen Schreinerbetrieb hat errichten lassen. Die große Fensterfront der Sauna erlaubt den schönen Ausblick über den Pool hinweg in die Natur. So präsentieren sich Wohnhaus, Terrasse und Pool als stimmige Einheit. Für diese Poo-lanlage wurde MLZ in diesem Frühjahr mit dem bsw-Award in Silber, Kategorie „Private Badelandschaft im Freien – Premium“ ausgezeichnet.

Fotos: Yvonne und Sebastian Fehlings, Text: spa & home


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