Gelungene Metamorphose einer Schwimmhalle: Ein Oldie aus den 1980er-Jahren wandelt sein Gesicht und erhält ein völlig neues und modernes Outfit.
Ein klassischer Sanierungsfall, wie eine erste Besichtigung vor Ort ergab. Der Bauherr hatte Heiko Zeuner zu einem Ortstermin eingeladen, um bei einer ersten Besichtigung die Möglichkeiten durchzusprechen, wie das Schwimmbad saniert und der ganze Raum attraktiver gestaltet werden kann. Der Poolbauexperte von MLZ Pools & Wellness sah schnell, in welchem Zustand sich die Anlage befand. Das alte Betonbecken aus den 1980er-Jahren war optisch keine Freude mehr, die Aufbereitungstechnik funktionierte nicht mehr richtig, und die Schwimmhalle war energetisch gesehen auch in den 1980er-Jahren stehen geblieben. Der Bauherr hatte sich zu einer umfassenden Sanierung und Modernisierung entschlossen, um das Untergeschoss des Hauses wieder ins gesamte Wohnumfeld einzubeziehen. Gewünscht war ein Raum mit Aufenthaltsqualität. Die Schwimmhalle ist im Tiefgeschoss des Anwesens gelegen, wie Heiko Zeuner erläutert, der dann den Auftrag für die Sanierung der Anlage bekommen hatte. Von der Straße gelangt man ebenerdig ins Wohnhaus. Von hier führt eine Treppe hinab in die Schwimmhalle. Da das Grundstück eine Hanglage aufweist, gelangt man vom Kellerniveau bzw. von der Schwimmhalle direkt auf die Terrasse und in den Garten. Heiko Zeuner machte dem Bauherrn deutlich, dass eine Generalsanierung des Schwimmbeckens unumgänglich war. So wurde das alte Betonbecken bis auf den Untergrund zurückgebaut. Mit der Planung und Ausarbeitung von Pool und Schwimmhalle wurde der Architekt Holger Mauerer beauftragt. Der Beckenboden wurde zuerst auf eine Höhe von 1,35 m angehoben, wie es heute üblich ist. Anschließend galt es, den Beton- Zu den neuen Wasserattraktionen, über die jetzt der Pool verfügt, gehört unter anderem ein Wasserschwall, der aus der Wand tritt. untergrund wieder neu aufzuprofilieren und ihn dann mit einer Meyer-Pren-Abdichtung auszukleiden, um den Beckenkörper auch langfristig sicher abzudichten. Diese neu geschaffene Oberfläche konnte dann mit großformatigen Feinsteinzeug-Fliesen in den Maßen 30 x 60 cm an den Wänden und 60 x 60 cm am Boden ausgekleidet werden. Das gleiche Feinsteinzeug kommt auch im Beckenumgang zum Einsatz, so dass ein einheitliches Bild geschaffen wurde, ohne dass unterschiedliche Materialien das Bild stören. Zu den Vorgaben des Bauherrn gehörte auch ein hoher Wasserspiegel. Deshalb wurde die Beckenhydraulik des Pools komplett umgebaut und der Beckenkopf neu modelliert. Statt der früheren Skimmer verfügt das Becken nun über eine Überlaufrinne, die mit dem gleichen Feinsteinzeug überdeckt ist. Dazu erhielt der Pool auch eine neue Verrohrung und neue Einbauteile. Außerdem sind nun Wasserattraktionen aus dem Ospa-Programm im Becken integriert wie ein elegant geformter Nackenschwall, der aus der Wand tritt, eine Gegenstromanlage und Unterwasserscheinwerfer. Ein besonderes Highlight ist jetzt der Whirlpool, der in den Beckenkörper integriert wurde. Dazu wurde in einem Eckbereich der Beton aufgeschnitten und ein Podest einmodelliert, in das der Whirlpool aus dem MLZ-Programm eingebaut werden konnte. Darüber wurde wurde ein beleuchtetes Deckenelement geschaffen, welches das Sprudelbecken noch besonders akzentuiert. Beide Becken, also Schwimmbad und Whirlpool, sind über eine gemeinsame Wasseraufbereitung miteinander verbunden, wie Heiko Zeuner weiter erläutert. Im Ruhebetrieb ist der Whirlpool am Aufbereitungskreislauf des Pools angeschlossen und wird mit desinfiziertem Poolwasser durchströmt.Im Badebetrieb wird der Whirlpool-Kreislauf abgeriegelt und auf die gewünschte Betriebstemperatur von 34° Celsius hoch geheizt. Der Aufheizvorgang dauert nicht einmal zehn Minuten. Der Bauherr kann dies am Display der Steuerung leicht einstellen. Am Ende des Bades öffnet sich der Kreislauf, und das Whirlpoolwasser fließt in den allgemeinen Aufbereitungskreislauf des Schwimmbeckens zurück. Der Vorteil: Es genügt eine einzige Aufbereitungstechnik zur Desinfektion beider Becken. Vom Whirlpool führt eine schmale Podesttreppe hinein ins Becken und inszeniert den Einstieg. Hier erkennt man die typische Handschrift von Holger Mauerer. Im Untergeschoss der Schwimmhalle längs zum Beckenkörper ist die neue Ospa-Schwimmbadtechnik installiert. Das beinhaltet das Ospa-Standard-programm für gehobene Privatschwimmbäder mit einer EcoClean-Filteran lage, Desinfektionsanlage BlueClear, Dosiertechnik für die Regulierung des pH-Werts, Schaltschrank und die Ospa-Steuerung BlueControl, an der der Bauherr seine Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren kann. Aber auch die Wasserattraktionen und die Lüftungstechnik sind hier aufgeschaltet. Über die Ospa-App ist auch ein Fernzugriff auf die Anlage möglich. Bei derLüftungs- und Entfeuchtungstechnik kommt ein Kanalgerät mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Die entfeuchtete und wieder erwärmte Luft wird über Schlitzschienen in die Schwimmhalle eingeblasen. Dies sichert konstant angenehme Klimabedingungen im Raum. Die Arbeiten in der Schwimmhalle gingen aber weit über die technischen Arbeiten hinaus. Diese umfassten auch eine energetische Sanierung des Raumes. So sind die Wände und Decke jetzt mit ISO-Wärmedämmung und Dampfsperre ausgekleidet, um den Raum bauphysikalisch als Dauerfeuchtraum zu präparieren und um die Betriebskosten zu reduzieren. Die Wände wurden dann mit einem lachsfarbenen Ton gestrichen, der gut zu dem Feinsteinzeug im Becken und im Umgang passt.Durch große Glasscheiben klimatechnisch abgetrennt wurde zusätzlich ein Wellnessbereich geschaffen mit Sauna, Dampfbad und Fitness-Area. Für diesen Bereich und die Farbauswahl in der Schwimmhalle zeichnete die Innenarchitektin Alexa Schraverus verantwortlich. Eine vorhandene Klafs-Sauna wurde modernisiert und erhielt unter anderem eine große Glasfront, welche die Kabine öffnet und größer wirken lässt. Neu hinzugekommen ist ein modern gestyltes Dampfbad, das zum Programm von MLZ gehört und dessen Design aus der Feder von Holger Mauerer stammt. Die Kabine hebt sich deutlich von klassischen Dampfbädern im orientalischen Stil ab. Auch technische Details wie Dampfauslässe und Abluftführung wurde neu konzipiert. Und der angegliederte, neu geschaffene und großzügig dimensionierte Fitnessbereich lädt zum perfekten Workout ein. Trotz der umfangreichen Arbeiten konnte dem Bauherrn nach einem halben Jahr Umbauzeit die neue Schwimmhalle übergeben werden. Wer die alte Schwimmhalle kannte, traut nun seinen Augen nicht mehr. Die Anlage ist nicht mehr wiederzuerkennen. Sie ist ein gutes Beispiel, wie eine in die Jahre gekommene Schwimmhalle ein ganz neues, modernes Gesicht bekommt.