Im Rahmen des Umbaus seines Wohnhauses und Neugestaltung des Gartens ließ der Bauherr auch eine hochwertige Poolanlage einbauen. Dazu wurde der Edelstahlpool mit einem Schiebedeck aus-gestattet, welches das Becken vor Verschmutzung, Wärmeverlusten und Unfällen schützt.
Der Bauherr hatte die alte Villa aus der Jahrhundertwen-de im Umland von Frankfurt erworben. Das Wohnhaus wurde vom Architekturbüro Jourdan & Müller.PAS umfassend modernisiert und sowohl energetisch als auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. Zum Grundstück gehört auch ein parkähnlicher Garten, der genügend Platz bot, um auch die Poolanlage auf dem Gelände zu integrieren.
Für die schwimmbadtechnischen Arbeiten zogen die Architek-ten die Poolbauexperten der Firma MLZ Haustechnik hinzu. „Der Bauherr hatte sich früh auf einen Edelstahlpool festgelegt“, erzählt Heiko Zeuner von MLZ. Das dunkel schimmernde Material passt besonders gut zu der ebenfalls geplanten Holz- terrasse und dem neu gestylten Garten. Die Planungen der Architekten sahen vor, an das Wohnhaus einen Anbau anzuset-zen, der als Wellnesshaus genutzt werden kann, in dem WC und Dusche, ein Ruhebereich und ein kleiner Pantry integriert sind. Die große Glasfront des Anbaus lässt sich komplett öffnen, so dass die Trennung zwischen Innen- und Außenbereich auf-gehoben ist. An den Anbau anschließend gliedert sich die Poolanlage, die von einer Holzterrasse eingefasst wird.
Auf Wunsch des Bauherrn, erläutert Heiko Zeuner weiter, ist das 10 x 5 m große Becken mit einem Schrägboden ausgestattet. Das heißt die Wassertiefe fällt von einer Flachwasserzone von 1 m bis 1,40 m auf eine Beckentiefe von 2 m ab.
Der Flachwasserbereich kann als Relaxzone nach dem Schwim- men und als Spielplatz für die Kinder genutzt werden. Der Pool wird von einer Überlaufrinne eingefasst und verfügt über einen genoppten Boden. Dieser erzeugt je nach Lichteinfall interessante Spiegelungen im Wasser. Dazu ist das Schwimmbecken umfangreich mit Wasserattraktionen ausgestattet. Eine Viertelkreis-Ecktreppe führt hinein ins warme Wasser. Die Treppe läuft aus in eine Sprudelbank, in die Luftsprudel- und Massagedüsen integriert sind.
Zur weiteren Ausstattung gehören eine doppelflutige Gegenstromanlage, Modell 44, aus dem Ospa-Programm, Ospa-Scheinwerfer, ein Wildquell im Beckenboden und eine speziell designte Schwalldusche, deren Form auf eine Idee des Bauherrn zurückgeht. In einem separaten Technikraum unter dem Flachwasserteil des Beckens ist die Ospa-Schwimmbadtechnik installiert. Neben dem Wellnesshaus führt eine Treppe hinab in den Technikraum. Zur Ausstattung gehören zwei 10 m3 Filteranlagen EcoClean, eine Desinfektionsanlage BlueClear, Dosiertechnik für pH-Heben und -Senken, ein Schaltschrank und die Ospa-Poolsteuerung BlueControl. Am Display der Steuerung kann der Bauherr seine Wasserwerte kontrollieren und bei Bedarf korrigieren, aber auch seine Wasserattraktionen und Scheinwerfer steuern.
Darüber hinaus weißt der Pool noch eine Besonderheit auf: Ein fahrbares Schiebedeck schützt ihn vor Verschmutzung,Wärme- verlusten und Unfällen. Im geschlossenen Zustand verschwindetdie Wasserfläche vollständig, und das Deck kann als Terrasse ge-nutzt werden. Das Pooldeck wird von zwei Motoren angetrieben und läuft auf Schienen, die in die Terrasse versenkt und damit kaum zu erkennen sind. Im Fahrzustand beträgt die Tragkraft 80 kg/m2, im geschlossenen Zustand sogar 250 kg/m2.
Gartenmöbel brauchen also im Fahrbetrieb nicht einmal wegge-räumt zu werden. Mittels Fernbedienung kann das Deck leicht auf- und zugefahren werden. Dazu gibt es aber noch eine sicherheits-technische Anforderung: Denn trotz der Fernbedienung, so Heiko Zeuner, muss der Knopf an der Bedienung gedrückt gehalten wer- den, um sicherzustellen, dass sich niemand im Wasser befindet, wenn das Pooldeck geschlossen wird. An die Holzterrasse wurde zum Schluss noch ein Sitz- und Loungebereich mit Barbecue-Ecke angegliedert, so dass die Wellness-Oase im Garten nun komplett ist.
Fotos: Yvonne und Sebastian Fehlings